Studienfahrt Straßburg und Colmar

Nord- und Osthessische Europaschulen besuchen Straßburg und Colmar

Vom 24. bis 26. November 2025 reisten die acht nord- und osthessischen Europaschulen zu einer dreitägigen Bildungsfahrt nach Straßburg und Colmar. Dank eines großzügigen Zuschusses der GEB und Mitteln der schulischen Fördervereine konnte Fahrt für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die sich alle seit Jahren in der SV engagieren, kostenneutral als kleines Dankeschön für ihre Arbeit gestaltet werden.

Die Gruppe startete am Montagmorgen in Kassel und Fulda und erreichte am Nachmittag Colmar, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Einchecken eine Stadtführung durch die historische Altstadt unternahmen. Die verwinkelten Gassen, Fachwerkhäuser und Kanäle vermittelten einen ersten Eindruck von der besonderen Kultur des Elsass. Den Abend verbrachten die Schulgruppen beim gemeinsamen Essen.

Der Dienstag stand im Zeichen Europas. Nach der Ankunft in Straßburg führte zunächst ein Rundgang durch das UNESCO-geschützte Stadtzentrum, bevor der Besuch des Europäischen Parlaments folgte. Dort trafen die Schülerinnen und Schüler den Europaabgeordneten Engin Eroglu (Freie Wähler) zu einem einstündigen Gespräch. Eroglu berichtete anschaulich von seiner Arbeit, sprach über aktuelle politische Herausforderungen und beantwortete zahlreiche Fragen der Jugendlichen.

Im Anschluss nahm die Gruppe auf der Besuchertribüne des Plenarsaals Platz und verfolgte eine Debatte zur humanitären Katastrophe im südlichen Sudan. Die teils sehr emotionalen Redebeiträge vermittelten einen unmittelbaren Eindruck davon, wie europäische Politik im parlamentarischen Alltag diskutiert und gestaltet wird. Nach etwas Freizeit in Straßburg kehrte die Gruppe am Abend nach Colmar zurück.

Am Mittwochmorgen blieb vor der Abreise noch Zeit zur freien Verfügung, die viele für letzte Erkundungen oder einen Spaziergang nutzten. Zudem nutzten viele die Zeit, um den am Vortag eröffneten Weihnachtsmarkt zu besuchen, zu dem Menschen aus ganz Frankreich anreisen. Gegen Mittag trat die Gruppe schließlich die Rückreise an.

Die Fahrt bot den Jugendlichen eine gelungene Mischung aus politischer Bildung, internationaler Perspektive und kulturellen Eindrücken – und machte Europa für viele ein Stück greifbarer.

Boris Krüger,
Regionalkoordinator der NOHES